Impostor-Syndrom: Ist mein Erfolg vielleicht nur Glück?

  1. Alle Themen im Überblick
  2. Impostor-Syndrom: Ist mein Erfolg vielleicht nur Glück?
Mental Health
Lesezeit: 2-3 Minuten

Was steckt hin­ter dem Impo­stor-Syn­drom?

Das Impostor-Syndrom beschreibt ein psychologisches Phänomen, bei dem Menschen ihre eigenen Leistungen nicht anerkennen können. Erfolge werden auf Glück oder Zufall zurückgeführt – niemals auf die eigenen Fähigkeiten. Geprägt wurde der Begriff in den 1970er Jahren von den Psychologinnen Pauline Clance und Suzanne Imes. Damals fiel auf: Besonders erfolgreiche Frauen zweifelten an sich selbst. Heute weiß man: Das Impostor-Gefühl kennt keine Grenzen. Es betrifft Menschen aller Geschlechter, Branchen und Karrierestufen.

Wenn Zwei­fel zur Belas­tung wer­den

Vor allem im Arbeitsalltag kann das Impostor-Syndrom bremsen: Betroffene trauen sich weniger zu und vermeiden neue Herausforderungen. Oder sie arbeiten übermäßig viel, um keine Fehler zu machen.

Kurzfristig kann dieser Druck zu guten Leistungen führen – langfristig kostet er jedoch enorm viel Energie. Typische Folgen sind Erschöpfung Frustration und psychosomatische Beschwerden wie Kopfschmerzen, Magenschmerzen oder Verspannungen. Auch die psychische Gesundheit leidet: Selbstzweifel, Schlafprobleme und Angstzustände sind keine Seltenheit.

Im Team zeigt sich das oft durch Rückzug, angespannte Stimmung oder häufige Fehlzeiten. Das Impostor-Syndrom betrifft also nicht nur Einzelne, sondern kann die gesamte Arbeitsdynamik beeinflussen.

Woher kommt das Gefühl?

Hinter dem Imposter-Syndrom stecken oft überhöhte Erwartungen an sich selbst, Perfektionismus und der ständige Vergleich mit anderen. Wer glaubt, immer alles fehlerfrei leisten zu müssen, gerät schnell in einen Teufelskreis aus Selbstkritik und Überforderung.

Was hilft gegen das Impo­stor-Syn­drom?

  • Darüber sprechen: Selbstzweifel sind weit verbreitet – Studien zeigen, dass rund 70 Prozent aller Menschen irgendwann in ihrem Leben Impostor-Gefühle erleben. Der Austausch mit Kollegen oder Freunden kann entlasten.
  • Erfolge dokumentieren: Halten Sie fest, was Sie erreicht haben. Ein Erfolgstagebuch hilft, die eigenen Leistungen sichtbar zu machen.
  • Fehler akzeptieren und neu bewerten: Fehler sind Lernchancen – nicht der Beweis für Unfähigkeit.
  • Realistische Ziele setzen: Überhöhte Erwartungen führen zu innerem Leistungsdruck. Planen Sie erreichbare Schritte und feiern kleine Erfolge.
  • Unterstützung suchen: Wenn Selbstzweifel zur Belastung werden, kann professionelle Hilfe sinnvoll sein. Coaching oder Therapie bieten Strategien, um das Selbstwertgefühl zu stärken.

Auch unser Gesundheitsprogramm „Mein LifeBalanceCoach“ kann Unterstützung bieten. Ein Team aus Pädagogen, Sozialarbeitern und Psychologen zeigt konstruktive Wege zur Problembewältigung – egal, ob bei Stress im Beruf, Konflikten im Team oder Sorgen im privaten Umfeld.

Fazit

Das Impostor-Syndrom ist zwar keine anerkannte Krankheit, aber dennoch ein ernstzunehmendes Phänomen. Es ist wichtig, sich bewusst Zeit zu nehmen und eigene Erfolge anzuerkennen. Denn Erfolg ist kein Zufall – er ist das Ergebnis Ihrer eigenen Arbeit.

Gene­rali Mobile Health

Alles für deine Gesundheit. In einer App.